Monatsarchiv für Mai 2011

 
 

MySQL Dump Importfortschritt anzeigen

Der Titel klingt ein wenig holprig, aber es geht hier um eine wirklich nette Funktion, die sich bestimmt jeder irgendwann schon einmal gewünscht hat. Eine “Fortschrittsanzeige” für das Einspielen von MySQL Dumps (siehe Screenshot).

Fortschrittsanzeige bei MySQL Dump Import

Hierfür wird ein kleines Programm namens bar benutzt, welches Fortschrittsanzeigen für Dateitransfers generiert. Auf SourceForge kann man sich die aktuelle Version herunterladen. Ubuntu Nutzer (ab Natty/11.04 ) können auch die Paketquellen zur Installation verwenden:

$ sudo apt-get install bar

Ein simpler Import eines MySQL Dump würde dann in etwa so aussehen:

$ bar -if=/pfad/zum/dump.sql | mysql

Natürlich macht dieser Umweg nur Sinn wenn das Dump auch eine entsprechende Größe aufweist. ;-)

Hinweis: Die Angabe der Logindaten entfällt bei mir, weil ich eine ~/.my.cnf verwende.

Weitere Links zum Thema:
http://clpbar.sourceforge.net/
http://manpages.ubuntu.com/manpages/natty/en/man1/bar.1.html

MySQL Datenbankstruktur sichern

Zum Entwerfen und Bearbeiten von Datenbanken habe ich mich zur Zeit auf MySQL Workbench eingeschossen. Neben vielen anderen Features kann man hier via “Reverse Engineer” bestehende Datenbanken einlesen.

Doch heute hatte ich das Problem keinen direkten Zugriff auf die DB zu haben. Das Einspielen eines aktuellen Dumps war aufgrund der Größen- und Performancebeschränkungen auf meinem Netbook nicht möglich.

Ich brauchte also nur ein Dump der Struktur. Da keine GUI wie phpMyAdmin verfügbar war, musste ich mysqldump verwenden:

$ mysqldump -u root -p -d datenbank > datenbankstruktur.sql

Der Parameter -d bewirkt, das nur die Struktur der Datenbank – also ohne Daten – gesichert wird. Alternativ kann auch —no-data angegeben werden. Dieses kleine Dump konnte ich dann Problemlos in MySQL Workbench einlesen und bearbeiten.

Weitere Informationen zum Thema:
http://www.mysql.de/downloads/workbench/
http://dev.mysql.com/doc/refman/5.1/de/mysqldump.html

Epiphany – Gnome Browser unter Ubuntu

Gnome-Web-Browser LogoNachdem ich bereits einige Browser unter Ubuntu 10.04 Netbook Edition (Lucid) getestet habe, musste ich leider feststellen das auf einem EeePC 1001g die Performance auch für Browser recht gering ist. Wie schon in Vergangenen Posts erwähnt, bin ich mit der Leistung des Firefox unter Lucid (Netbook Edition) nicht zufrienden. Chromium / Google Chrome sind da erheblich schneller, belegen aber eine Menge an knappen Ressourcen. Und mit Opera bin ich noch nicht so recht warm geworden. Also hab ich mich heute ran gemacht einen weiteren Kandidaten zu testen: Epiphany.

Der recht schlanke Webbrowser ist teil des GNOME Projektes und benutzt aktuell die Webkit Engine. Tabs lassen sich ebenso nutzen, wie einige ausgewählte Erweiterungen. (Diese kommen allerdings nicht die Quantität/Qualität von Firefox oder Chrome heran.)

GNOME Webbrowser

Die Installation aus den Paketquellen ist wie gewohnt einfach:

$ sudo apt-get install epiphany-browser epiphany-extensions

Nach der Installation findet man den Browser unter “Anwendungen -> Internet -> Epiphany Webbrowser”. Ein wenig gewöhnungsbedürftig sind die Lesezeichen, die nach Themen sortiert werden.

Weitere Informationen zum Thema:
http://wiki.ubuntuusers.de/epiphany

Xdebug mit Netbeans nutzen

Netbeans-meets-XdebugBeim Entwickeln von PHP Anwendungen, kommt man meiner Meinung nach um einen anständigen Debugger nicht vorbei. Ich habe auf meinen Testsystemen deshalb immer Xdebug installiert. Das allein hilft schon eine Menge Fehler zu finden.

Doch die Kombination von Xdebug mit der Netbeans IDE, macht erst ein richtige Entwicklungsumgebung daraus. Die Konfiguration ist denkbar einfach.

Zunächst muss Xdebug installiert werden (z.B. wie hier beschrieben). Wichtig sind die folgenden Einstellungen:

...
xdebug.remote_port=9000
xdebug.idekey=netbeans-xdebug
...

Diese werden dann in Netbeans unter “Extras > Optionen > PHP > General” wie im Screenshot eingetragen.
Netbeans-Optionen-PHP-Xdebug

Hinweis: Das Häkchen vor “Stop at First Line” kann auch entfernt werden, wenn man selbst Haltepunkte definiert hat bzw. das Script nicht Zeilenweise durchgehen will.

Nun kann man in Netbeans über das Menü oder Strg+F5 sein Projekt Debuggen. Über die verschiedenen Debugger Fenster kann man jetzt Informationen über Variablen während der Laufzeit einsehen und sogar modifizieren. Auch die Aufrufstapel, Haltepunkte, usw. kann man sich in Form von Fenstern in der IDE ansehen. (siehe Screenshot)
Netbeans-Debugger-Fenster

Weitere Informationen zum Thema:
http://www.netbeans.org
http://www.xdebug.org