Befehl im Hintergrund ausführen

Häufig habe ich einen Befehl ausgeführt, ohne auf die Laufzeit zu achten. Solange ein Programm aktiv läuft, ist das Terminal nicht zu verwenden. Mit der Tastenkombination Strg + Z kann man den Befehl einfrieren und ihn anschließend mit bg in den Hintergrund verfrachten. Schon kann man das Terminal weiter verwenden.

$ bg

Um einen Befehl wieder in den Vordergrund zu holen, benutzt man fg.

$ fg %1

Wenn man im vorherein weiss, das die Ausführung länger dauert, kann man den Befehl auch direkt in den Hintergrund verfrachten indem man ein & (Kaufmanns-Und) anhängt.

$ befehl &

Um zu erfahren welche Prozesse im hintergrund gerade laufen – oder auch nicht – gibt der Befehl jobs Auskunft.

$ jobs

Weitere Informationen zum Thema:
http://wiki.ubuntuusers.de/shell/prozesssteuerung

Anzahl der Zeilen in einer Datei ermitteln

Immer wieder kommt es vor, das man wissen möchte wieviele Zeilen eine Datei hat. Zwar kann man sich mit Editoren wie nano die Zeilen anzeigen lassen, aber gerade bei größeren Dateien kommt man schnell seine Grenzen. Folgender Befehl kann genutzt werden, um herauszufinden wie viele Zeilen eine oder mehrere Textdatei hat.

$ find /var/log/apache2/*.log -print0 | xargs -0 wc -l
5232 /var/log/apache2/access.log
  58 /var/log/apache2/error.log
5290 insgesamt

Hinweis: Man kann auch nur eine einzelne Datei abfragen, indem man das *.log mit einem Dateinamen z.B. access.log ersetzt.

Schriftfarbe der Shell ändern

Ich denke jedem ist es schon einmal passiert, das man einen kritischen Befehl versehentlich auf einem Produktiv System ausgeführt hat. Ein Weg diesen flüchtigkeiten vorzubeugen ist die Modifikation der Bash, so das die Shell der produktiven Server sich schon optisch von den Test oder Desktop-Systemen unterscheidet.

Eine unveränderte Shell sieht in etwa so aus (Weiß auf Schwarz):

root@server01:~# Befehl

Um nun z.B. das Serversystem farblich hervorzuheben (z.B. rot) muss die Datei ~/.bashrc geöffnet und darin die Variable PS1 modifiziert werden. Die folgende Zeile …

PS1='${debian_chroot:+($debian_chroot)}\[\033[01;31m\]\u@\h:\w\[\033[00m\]\# '

… bewirkt, das folgende Ergebnis:

root@server01:~# Befehl

Eine Liste der möglichen Farben und weitere Einstellungsmöglichkeiten kann man z.B. auf ubuntuusers.de finden.

Hinweis:
Diese Vorgehensweise gilt für eine Bash. Ausnahme bilden Terminalemulatoren wie z.B. gnome-terminal, … die eigene Darstellungen und Profile unterstützen.