VT-x/AMD-V-Hardwarebeschleunigung nicht verfügbar – Windows 10

In den meisten größeren Projekten, arbeite ich mit Vagrant. Somit kann man schnell die gewünschte Umgebung – sehr nah an der Liveumgebung – für sein Projekt erstellen und mit dem Team teilen. Nach dem Upgrade von Windows 7 auf Windows 10 stand ich nun vor dem Problem, das über die Vagrant Umgebung keine 64bit Gäste mehr gestartet werden konnten. Virtualbox meldete immer:

VT-x/AMD-V-Hardwarebeschleuniger ist auf ihrem System nicht verfügbar. Der Gast wird keine 64Bit fähige CPU erkennen und daher nicht booten können„.

Im BIOS war die VT-x Unterstützung noch aktiviert. Das Problem musste also mit Windows 10 zusammenhängen. Nach kurzer Recherche fand ich die Info, das die VT-x Unterstützung bei installiertem Microsoft Hyper-V für andere Programme wie Virtualbox oder VMWare geblockt wird. Ich habe dann unter „Windows-Features aktivieren oder deaktivieren“ das Häkchen bei Hyper-V entfernt.

windows-features-hyperv

Nach einem Neustart funktionierte dann auch meine Vagrant Umgebung wieder.

MySQL Server mit mytop überwachen

mytopVielen Linuxanwendern sind Befehle wie top oder htop ein gängiger Begriff. Auch für den Datenbankserver MySQL gibt ein top-ähnliches Überwachungstool – mytop. Dieses kleine Programm bietet dem Admin einen schnellen Überblick der derzeitigen Serverauslastung und Nutzung.

mytop findet sich in den Ubuntu Paketquellen und lässt sich wie folgt installieren.

$ sudo apt-get install mytop

Nach der Installation könnte ein Beispielaufruf so aussehen:

mytop -u BENUTZER -p PASSWORT -h HOST-d DATENBANK

Alternativ zu diesem Aufruf kann man sich auch die Parameter sparen und diese in der Konfigurationsdatei ~/.mytop ablegen.

user=BENUTZER
pass=PASSWORT
host=HOST
db=DATENBANK
delay=5
port=3306
batchmode=0
header=1
color=1
idle=1

Achtung! Das Speichern von Passwörtern im Klartext kann gefährlich sein! Man sollte sicher gehen das kein Dritter Zugriff auf die Datei ~/.mytop erlangen kann! Verwendung also auf eigene Gefahr!

VirtualBox Gast versteckt starten

Einen VirtualBox Gast zu starten sollte eigentlich kein Problem darstellen. Einfach den Oracle VM VirtualBox Manager starten und gewünschte Maschine wählen – starten – fertig. Das ganze hat aber den Nebeneffekt, das sich jetzt der Gast in einem separaten Fenster öffnet. Das kann aber auch ganz schön nerven. Denn ein Testserver sollte schon im Hintergrund versteckt laufen, zumal man nur die Dienste benötigt (SSH, Apache, MySQL, …). Im Notfall kann man ja auch noch via vRDP zugreifen.

Zum starten des VirtualBox Gast ohne grafische Oberfläche verwendet man das Programm VBoxHeadless.exe:

„C:\Program Files\Oracle\VirtualBox\VBoxHeadless.exe“ –vrdp on -startvm „Testserver

Beenden lässt sich der „versteckte“ Gast mit diesem Befehl.

„C:\Program Files\Oracle\VirtualBox\VBoxManage.exe“ controlvm „Testserver“ acpipowerbutton

Wer möchte (entsprechende Ressourcen vorausgesetzt) kann sich den/die Befehle auch in die Startscripte oder als Batch in den Autostart schreiben. Dann ist die Virtuelle Maschine gleich nach dem Systemstart verfügbar.

Portweiterleitung in VirtualBox

Eine wirklich coole Funktion von VirtualBox ist die Portweiterleitung. Hiermit kann man, wie der Name schon sagt, z.B. lokale Ports auf die der Maschine umleiten.

VirtualBox Einstellungen Portweiterleitung

Mit dem im Screenshot zuvor gezeigten Beispiel kann ich jetzt z.B. unter http://localhost:8080 den Apache des Testservers erreichen. Usw …

Die Einstellungen findet man unter Maschine > Ändern… > Netzwerk > Erweitert > Portweiterleitung.

Gemeinsame Ordner unter Ubuntu Server 10.04 in VirtualBox einrichten

Dieser Eintrag ist Teil 2 von 2 der Serie Testumgebung mit Virtualbox

Wie ich bereits im vorherigen Artikel dieser Serie berichtet habe, bieten die Gasterweiterungen für VirtualBox Gemeinsame Ordner an. Diese können dann vom Gast einfach eingebunden werden und z.B. wie eine Netzwerkfreigabe verwendet werden.

Um die Gemeinsamen Ordner zu aktivieren, muss in den Einstellungen des Gastsystems – im Bereich Gemeinsame Ordner – ein Ordner hinzugefügt werden. Dieser kann diverse Optionen haben. (nur lesbar, automatisch einbinden, permanent. Siehe Screenshot.)Virtualbox Gemeinsame Ordner

Die Einbindung bei Windowssystemen klappt bei Auswahl des Häkchen „automatisch Einbinden“ ohne Zutun. Um diesen Ordner nun auf einem Linux Gast z.B. Ubuntu 10.04 Server einzubinden, muss ein Mountpunkt definiert werden. Dann kann eingebunden werden.

$ mkdir /home/sven/share
$ sudo mount -t vboxsf SharedFolder /home/sven/share

Wenn man nicht den Root User verwendet, sondern der aktuelle Benutzer die Rechte am eingebundenen Ordner haben soll, kann man einfach die Benutzer- und Gruppen ID (uid,gid) in die Mount Optionen einfügen.

$ sudo mount -t vboxsf -o rw,uid=1000,gid=1000 SharedFolder /home/sven/share

Alternativ kann man auch eine Permanente Einbindung machen. Hierzu muss die Datei rc.local bearbeitet werden.

$ sudo nano /etc/rc.local

Sollte darin zuvor keine Änderung gemacht worden sein, sollte sie jetzt so aussehen.

!/bin/sh -e
#
# rc.local
#
# This script is executed at the end of each multiuser runlevel.
# Make sure that the script will "exit 0" on success or any other
# value on error.
#
# In order to enable or disable this script just change the execution
# bits.
#
# By default this script does nothing.
mount -t vboxsf -o rw,uid=1000,gid=1000 SharedFolder /home/sven/share
exit 0

Wichtig! Die Raute in der ersten Zeile muss entfernt werden, so dass nur !/bin/sh -e da steht. Ausserdem muss die uid und gid auf den entsprechenden Benutzer angepasst sein. Der Befehl id zeigt die benötigte Information an.

Beim nächsten Neustart steht dann der Ordner dauerhaft bereit.